Leseförderung und
(früh-) kindliche Bildung
Bereits im frühen Kindesalter werden Grundlagen für Lernprozesse von Kindern und ihre weitere Entwicklung gelegt. So schafft etwa die (familiäre) Sprachförderung im frühen Kindesalter wesentliche Voraussetzungen für den späteren Schriftspracherwerb. Allen Kindern gleichermaßen frühe Lern- und Entwicklungschancen zu ermöglichen, ist deshalb Ziel verschiedener Programme und Projekte.
Wir setzen uns in diesem vielfältigen Bereich vor allem mit Programmen und Projekten zur frühen Sprach- und Leseförderung in Familien und in Einrichtungen im Primarbereich auseinander. Zudem forschen wir zu Kinderrechten und demokratischen Handlungskompetenzen. Wir beschäftigen uns sowohl mit Ansätzen zur Stärkung der Fähigkeiten von Eltern als auch von pädagogischen Fachkräften. Ein Fokus unserer Forschung liegt auf Erfahrungen von marginalisierten Kindern.
Meldungen zum Thema
InterVal evaluiert das Projekt „LeseOasen – Leseförderung in Ganztag und Hort“ für Save the Children Deutschland e.V.
Seit 2018 entwickelt Save the Children Deutschland (SCDE) das Projekt „LeseOasen – Leseförderung in Ganztag und Hort“ sukzessive weiter und baut es auch geografisch aus. Inzwischen gibt es LeseOasen an über 150 Standorten und 7 Bundesländern. Ziel ist es, insbesondere Kinder, die von Bildungsbenachteiligung betroffen sind, kindgerecht, lebensweltorientiert und außerunterrichtlich in ihrer Lesekompetenz zu fördern.
Positive Zwischenbilanz der Evaluation von „Kultur macht stark“: InterVal legt Zwischenbericht vor
Seit 2013 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche in Risikolagen für Bildungsbenachteiligung. Ziel ist es, Teilhabechancen zu verbessern, Bildungsungleichheiten abzubauen und die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen durch außerschulische Angebote zu stärken. InterVal begleitet die laufende dritte Förderphase (2023–2027) mit einer wissenschaftlichen Evaluation.
Studie zur Verwirklichung von Kinderrechten im Freistaat Sachsen zeigt Defizite auf
Bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention besteht trotz einiger Fortschritte noch Entwicklungsbedarf. Darauf weist eine InterVal-Studie für die Sächsische Staatsregierung hin, deren Ergebnisse zum Internationalen Kindertag am 1. Juni veröffentlicht wurden.
Aktuelle Studie für das Deutsche Kinderhilfswerk benennt Defizite bei der Demokratiebildung von Grundschulkindern
In ihren Erfahrungen mit Demokratiebildung erleben Kinder beim Übergang von der Kindertagesstätte (Kita) zur Grundschule offenbar einen signifikanten Bruch: Während in Kitas zum Teil bereits umfangreiche demokratiebildende Konzepte angewendet werden, besteht in den fünf untersuchten Grundschulen erheblicher Handlungsbedarf. Diesen Schluss legen die Ergebnisse einer Studie nahe, die InterVal im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. durchgeführt hat.